Tagesspflege

Chefsache

Im Wohngebiet „Galgenschanze“ gründete 1990 eine Stammtischrunde den Verein „Alte Knacker e.V.“ mit folgendem Zweck:
„Im Mittelpunkt steht immer das soziale Engagement der Mitglieder. Das erklärte Ziel unseres Vereins ist der Kontakt zwischen den Menschen und der Abbau von Vorurteilen in der Bevölkerung. Unabhängig von Herkunft und Nationalität laden wir alle die unsere Ideale teilen zum Mitmachen ein. Selbstverständlich kommt dabei auch das gesellige Leben nicht zu kurz.“ (Zitat von der Internet-Plattform des Vereins).
Um den Mitgliedern eine Begegnungsstätte zu schaffen und gleichzeitig die Ziele des Vereins, gegen Vereinsamung und für soziale Gemeinschaft einzutreten, umsetzen zu können, wurde im
Jahr 1996 auch noch der „Förderverein Galgenschanze“ gegründet. Dadurch konnte damals genug Unterstützung zum Bau der „Begegnungsstätte Galgenschanze“ gewonnen werden.
In der Folge planten und bauten die Mitglieder des Kaiserslauterer Vereins „Die alten Knacker“ ihr eigenes Versammlungs- und Vereinsheim, nach einer Planung des Architekten Heinz Jürgen Ries und mit sehr viel Eigenleistung. Es beherbergte fortan Büros und Versammlungsräume für Verein und Gäste. Der Gastwirtschaftsbereich, der mit einer mobilen Trennwand zum Festsaal schnell erweiterbar war, bot damit über 150 Plätze sowie mit dem angrenzenden Biergarten nochmals 100 Plätze. Von nun an war hier der Treffpunkt der Menschen im Wohngebiet „Galgenschanze“, gab es Stammessen zum Mittagstisch für Mitarbeiter  nahe gelegener Firmen, fanden alle möglichen – bestimmt auch rauschende – Feste statt. Daneben fanden die Kirchengemeinde Nazarener sowie der Karnevalsverein KC Rotweiss als Mieter Räumlichkeiten für Zusammenkunft und Gottesdienst bzw. für Training und Feiern.
Damit ist das Vereinsheim der „Alten Knacker“ vielen Kaiserslauterern mindestens ein Begriff, manchen war es sicher sogar eine zweite Heimat. So z.B. für Hans Herrgen und Elke Diehl, den heutigen Vorstandsvorsitzenden des Vereins. Sie mussten den schweren Gang gehen und nach langen Jahren erfolgreichen Wirtschaftens 2016 die Insolvenz des Vereins anmelden. Im Gespräch mit Hans Herrgen merkte ich, dass hier Herzblut geflossen war, sicher genauso bei den anderen Vereinsmitgliedern. Respekt vor der Leistung dieser Gemeinschaft!
Und genauso Respekt vor den Aufgaben, die sich dieser Verein selbst gesetzt hatte: Gemeinschaft statt Vereinsamung im Alter war das Motto, nach dem hier ein gemeinnütziger Verein vorbildlich für die Menschen des Stadtteils und der ganzen Stadt freiwillig und ehrenamtlich gearbeitet und gewirtschaftet hat! So stellte der Verein z.B. regelmäßige Feste auf die Beine, deren Erlös dann anderen sinnstiftenden Vereinen und Institutionen zugute kam. Am 9. September fand nun das letzte Fest dieser Art im Vereinsheim „ B e g e g n u n g s s t ä t t e Galgenschanze“ statt. Finanziell ist die Insolvenz für den Verein noch glücklich ausgegangen dadurch, dass ihr Gebäude zu einem guten Preis vom Insolvenzverwalter veräußert werden konnte. Als Käufer sind wir von Kessler-Handorn froh, denn wir waren schon länger auf der Suche nach einem geeigneten Platz für eine „solitäre Tagespflege“, wie es in der Pflegeversicherung genannt wird.
Das große Gebäude werden wir nun zu einer Tagespflegeeinrichtung für ältere Menschen umbauen, die Planung dazu ist in vollem Gang. Ihr Name ist auch bereits gefunden: „Altes Vereinsheim“, die Seniorentagesstätte von Kessler-Handorn.
Zu uns werden wieder Gäste kommen, die sich in der Gemeinschaft wohler fühlen als einsam zuhause. Vielleicht wird es für einige ein Wiedersehen mit der alten Begegnungsstätte geben. Insofern bleibt die Tradition, nämlich der Zweck und Nutzen des Vereinsheims erhalten.

Ihr
Johannes Schoner,
Geschäftsführer

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