Eat by Walking – Essen und Demenz / Teil 2

Das Konzept „Eat by Walking“ richtet sich an Demenz erkrankte Menschen, die einen Bewegungsdrang haben und somit einem Risiko für Mangelernährung ausgesetzt sind.

Unsere Auszubildenden sind bei der Suche nach einer Projekt-Idee für die Schule zufällig darauf aufmerksam geworden. Die Idee zur Durchführung eines „Eat by Walking“ Projektes in unserem Haus (Pflege- und Wohnheim Kessler-Handorn) war damit geboren. Es wurde eine Liste mit Pro und Contra erarbeitet und der Praxisanleitung vorgestellt, welche von der Vorstellung direkt überzeugt war.

Daraufhin wurde beschlossen, dies als großes Projekt mit den FSJler*innen aufzustellen. Nach dem ersten Treffen mit Praxisanleiter*innen, Schüler*innen und FSJler*innen wurden Ideen zur Umsetzung, Rezepte und Vorschläge gesammelt, sowie Ziele und Maßnahmen besprochen.

Die FSJler*innen brachten sich ein und gingen sehr engagiert an die Sache. Sie tauschten sich bei den Treffen über Rezepte aus, legten fest, wer welches Rezept nachbackt und welche Speisen für die Bewohner*innen geeignet wären. Die Schüler*innen planten den Einkaufstag, an dem alle benötigten Lebensmittel frisch gekauft wurden.

Dann war es endlich so weit, am 21.02.2022 startete das Projekt „Eat by Walking“. Die FSJler*innen bereiteten Konfetti-Kuchen, Teig für frische Waffeln, Käseschnecken und Muffins zu. Außerdem machten sie jeden Morgen vor Beginn einen frischen Gemüse- und Obstteller und weitere Snacks.

Alles wurde unter dem Motto „Fasching“ gestaltet. Die Imbissstation wurde mit Luftschlangen und Luftballons geschmückt, alle Beteiligten haben sich ein wenig verkleidet, um den Bewohner*innen eine schöne, feierliche Atmosphäre zu bieten. Die Bewohner*innen wurden auf die großartig angerichteten Häppchen aufmerksam gemacht und animiert, davon zu probieren. Mit Musik und Tänzchen wurde alles zu vier wundervollen Tagen und einem gelungenen Projekt.

Die Bewohner*innen haben das Angebot gut angenommen! Darüber hinaus wurde als positiver Nebeneffekt festgestellt, dass das Speisen in Gesellschaft einen hohen Stellenwert hat und die Zunahme von Speisen und Getränken in positiver Gesellschaft und mit anregenden Gesprächen zur allgemeinen Steigerung der Lebensqualität führt.

Die Imbissstation mit Leckereien, passend zum Thema Fasching, welche auf dem Flur aufgestellt wurde. So können die Bewohner*innen, die viel umherlaufen, Kalorien, Vitamine und Nährstoffe zu sich nehmen und somit einer Mangelernährung vorbeugen.