Mitarbeiter Interview – Heidemarie Sauerbaum

Trotz ihres vollen Arbeitskalenders hat sich Heidemarie Sauerbaum Zeit genommen, um sich von uns mit Fragen rund um ihren Werdegang, Kessler-Handorn und den Pflegeberuf löchern zu lassen.

Frage (F): Was machen Sie bei KH und wie lange sind Sie bereits an Bord?

Heidemarie Sauerbaum (HS): Ich bin seit 1.10. 2021 Einrichtungsleitung im Wohn- und Pflegeheim Kessler-Handorn, aber bereits seit Februar 2005 im Unternehmen tätig.

F: Was haben Sie vorher gemacht?

HS: Nach meiner Ausbildung zur Kinderkrankenschwester im WPK, habe ich da noch 2 Jahre gearbeitet. Danach war ich mit meinem Mann selbstständig. Immer schon wollte ich wieder in meinen Beruf als gelernte Kinderkrankenschwester zurück.  Dann ist mir Kessler-Handorn aufgefallen. Ich habe meine Bewerbung Herrn Schoner in die Hand gedrückt und wurde eingestellt.

Zuerst war ich im Minijob als Aushilfe tätig, dann in Teilzeit als Pflegefachkraft, danach Wohnbereichsleitung, Pflegeprozessbeauftragte und Pflegedienstleitung. Da ich mir immer ein Ziel setzte, habe ich berufsbegleitend viele Weiterbildungen gemacht wie z. B. zur gerontopsychiatrischen Fachkraft, Palliativ-Care-Fachkraft und meinen Abschluss als Pflegefachwirtin. Das vermittelte Wissen konnte ich gut in der Praxis einsetzen und davon profitieren. Im ambulanten Hospiz in Kaiserslautern habe ich neben meinem Beruf im Ehrenamt mitgearbeitet.

F: Was sind Ihre Aufgaben und wie gestaltet sich Ihr Arbeitsalltag?

HS: Mein Arbeitsalltag ist sehr vielseitig und anspruchsvoll. Wir, d.h. mein Team und ich managen gemeinsam die anfallenden Aufgaben. Wir haben eine gute Struktur in der Einrichtung, an der sich alle Mitarbeiter orientieren. Jeder weiß was er zu tun hat. Dabei steht immer zuerst der/die Bewohner*in und die Mitarbeiter*innen im Mittelpunkt.

Personaleinsatzplanung, Personalentwicklung, das Organisieren der Einrichtung, gemeinsame Teamsitzungen und Übergaben gestalten meinen Alltag. Die Arbeit auf der Station und die Pflege der Menschen mit Demenz haben mich geprägt. Als Pflegeprozessbeauftragte habe ich mich auf die Qualität in der Pflege und das Einstufungsmanagement konzentriert und die Einrichtung weiterentwickelt.

Ich habe vor meiner Tätigkeit als Einrichtungsleitung in so vielen Bereichen hier im Unternehmen gearbeitet. In der Zeit am Bett und die Pflege der Menschen, mit ihnen in Beziehung zu treten und sie einen Teil in ihrem Leben zu begleiten, hat mich sehr viel gelehrt. 

Dafür bin ich dankbar.

F: Warum sollten junge Leute eine Karriere in der Pflege-Branche einschlagen?

HS: Unser Beruf ist ein Beruf mit Zukunft. Pflegkräfte werden dringend gebraucht.  Viele Pflegende sagen, „Mich erfüllt mein Beruf“. Es gibt viele Möglichkeiten sich zu spezialisieren und in den unterschiedlichsten Einsatzbereichen zu arbeiten, eben ein breiter Markt. In der Pflege wird keiner arbeitslos.

Ich kann den jungen Fachkräften nach ihrem Examen raten, erst mal praktische Erfahrungen zu sammeln, um sich dann nach ihren persönlichen Neigungen fortzubilden. Egal, ob eine Weiterbildung als Mentor*in, in der Palliative-Pflege oder im gerontopsychiatrischen Bereich, es gibt viele Möglichkeiten. Weitere Aufstiegsmöglichkeiten sind die Fortbildungen zur Wohnbereichs- oder Pflegedienstleitung.

F: Was macht KH als Arbeitgeber besonders?

HS: Jede/r Mitarbeiter*in wird gesehen und ist in seiner Person wichtig. Dies trägt sehr positiv zur Weiterentwicklung des Unternehmens bei. Kreativität und Einfühlungsvermögen wird im Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen besonders benötigt. Es gibt einen gut funktionierenden internen kollegialen Austausch und die Eigeninitiative der Mitarbeiter*innen wird gefördert. Die Leitungskräfte haben für ihre Mitarbeiter*innen immer ein offenes Ohr. Im Pausenraum können die Mitarbeiter*innen kostenlos eine Brotzeit einnehmen. Für ausreichend Kaffee und Wasser ist gesorgt. 

F: Was macht Ihnen an Ihrem Job am meisten Spaß?

HS: Der Umgang mit den Menschen.

Ich hätte nie gedacht, dass der Umgang mit demenzerkrankten Menschen für mich zu einer Leidenschaft wird. Die Individualität jedes einzelnen Bewohners ist einzigartig.

Mich inspiriert auch die Unterschiedlichkeit unserer Mitarbeiter*innen, die aus verschiedenen Kulturen kommen und unterschiedlichen Alters sind. Die Zusammenarbeit mit jungen Menschen bereitet mir viel Freude. Bei Problemen wird nachgefragt und miteinander gesprochen.

F: Was war Ihr bisher schönstes Erlebnis hier?

HS: Spontan fällt mir ein persönliches großes Erfolgserlebnis dazu ein. Bei einer Prüfung des MDK, bei der ich als Pflegeprozessbeauftragte verantwortlich war, haben wir ein Ergebnis von 1,1 erarbeitet. Da war ich schon sehr zufrieden und die Kolleginnen und Kollegen haben sich mit mir gefreut!

Ein besonderes Augenmerk lege ich auf die palliative Begleitung und Versorgung unserer Bewohner*innen. Angehörige und Familie an die Hand zu nehmen und sie einzubinden ist von großer Bedeutung und Wichtigkeit. Einen würdevollen Abschied zu gestalten unter Einbeziehung der Angehörigen ist immer wieder etwas ganz Besonderes.

F: Beschreiben Sie Ihren Job mit 3 Worten.

HS: Anspruchsvoll, abwechslungsreich und nah am Menschen