{"id":1916,"date":"2025-02-28T11:16:47","date_gmt":"2025-02-28T10:16:47","guid":{"rendered":"https:\/\/kessler-handorn.de\/karriere\/?p=1916"},"modified":"2025-02-28T11:26:09","modified_gmt":"2025-02-28T10:26:09","slug":"mitarbeiter-interview-mit-rebecca-stenzhorn-pflegefachkraft-und-wohnbereichsleitung-in-der-gerontologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kessler-handorn.de\/karriere\/mitarbeiter-interview-mit-rebecca-stenzhorn-pflegefachkraft-und-wohnbereichsleitung-in-der-gerontologie\/","title":{"rendered":"Mitarbeiter-Interview mit Rebecca Stenzhorn &#8211; Pflegefachkraft und Wohnbereichsleitung in der Gerontologie"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Rebecca, du hast deine Ausbildung zun\u00e4chst in einer anderen Einrichtung begonnen, und du hast erw\u00e4hnt, dass diese nicht ganz das war, was du dir vorgestellt hast. Wie hast du die Ausbildung damals erlebt?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausbildung war an sich okay, aber das, was vor Ort angeboten wurde, war nicht wirklich gut. Der Abschluss war zwar in Ordnung, aber die Praxis hat mich eher entt\u00e4uscht. W\u00e4hrend meiner Ausbildung kam ich im Rahmen eines Klassenausflugs zu Kessler-Handorn, welche damals als einzige im Umkreis bereits eine Demenzstation hatte. Das hat mich schon sehr interessiert und dort wollte ich dann nach  meiner erfolgreich abgeschlossene Ausbildung auch arbeiten. Und das hat augenscheinlich ja auch geklappt. Die Wohnbereichsleitung damals war Frau Sauerbaum. Sie war sehr streng, aber ich habe unglaublich viel von ihr gelernt. Es war wirklich gut. Ihre F\u00fchrung war einfach sehr pr\u00e4zise, und ich konnte viel daraus mitnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Das klingt nach einer spannenden Zeit. Hat das dann auch deine Entscheidung beeinflusst, dich in der Gerontologie weiterzubilden?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend meiner Zeit in der Dauernachtwache auf Station 2 habe ich zeitweise auch auf der Demenzstation ausgeholfen und konnte so weiter Einblicke erhalten. Ich wollte mehr \u00fcber Demenz lernen, weil es mich einfach interessiert hat. Es war nicht nur eine Entscheidung aufgrund der Fortbildung, sondern eher ein nat\u00fcrliches Interesse an den Menschen, die mit Demenz leben. Ich wollte verstehen, wie sie ticken und warum sie manchmal so reagieren, wie sie es tun. Es war also echte Leidenschaft, die mich dazu gebracht hat, in diesem Bereich zu bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Das klingt, als ob du eine starke Verbindung zu deinen Bewohner*innen hast. Was ist es, was dir an deiner Arbeit besonders Freude bereitet?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was mir am meisten Spa\u00df macht, ist der Umgang mit den Bewohner*innen. Man wei\u00df nie, was passiert, und das macht den Alltag spannend. Ich finde es besonders sch\u00f6n, wenn ich bei Menschen, die stark an Demenz leiden, kleine Fortschritte oder Ver\u00e4nderungen sehen kann. Manchmal erkennen sie mich nach einer l\u00e4ngeren Pause oder erinnern sich an etwas, das mich ber\u00fchrt. Das ist f\u00fcr mich der sch\u00f6nste Moment, wenn sie pl\u00f6tzlich meinen Namen nennen oder sich an etwas erinnern, das sie sonst vielleicht vergessen haben. Es gibt viele Momente, die den Arbeitsalltag wertvoll machen, auch wenn es manchmal stressig ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Das klingt wirklich sch\u00f6n. Wie funktioniert die Zusammenarbeit in deinem Team? Pflegehilfskr\u00e4fte, Fachkr\u00e4fte \u2013 wie erg\u00e4nzen sich die verschiedenen Rollen im Alltag?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Zusammenarbeit im Team funktioniert sehr gut. Nat\u00fcrlich gibt es Unterschiede zwischen den Aufgaben von Pflegefachkr\u00e4ften und Pflegehilfskr\u00e4ften. Pflegehilfskr\u00e4fte \u00fcbernehmen haupts\u00e4chlich die Grundpflege, die Essensversorgung sowie die Ordnung im Wohnbereich. Pflegefachkr\u00e4fte sind dann eher f\u00fcr die medizinische Versorgung zust\u00e4ndig, wie etwa Injektionen, Medikamentengabe oder \u00e4rztliche Visiten. Aber auch die Pflegehilfskr\u00e4fte m\u00fcssen nat\u00fcrlich dokumentieren, was sie mit den Bewohnern gemacht haben, zum Beispiel die Lagerung oder die Pflegeberichte. Die Pflegehilfskr\u00e4fte sind wirklich die Augen und Ohren vor Ort, sie haben viel direkten Kontakt zu unseren Bewohner*innen und so fallen Ver\u00e4nderungen sofort auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich als Wohnbereichsleitung habe dann mehr organisatorische Aufgaben. Ich erstelle Dienstpl\u00e4ne und k\u00fcmmere mich um die Dokumentation. Es ist viel Arbeit hinter den Kulissen, die daf\u00fcr sorgt, dass alles reibungslos l\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Du hast also viel Verantwortung als Wohnbereichsleitung. Wie sieht es mit den Fortbildungen aus? Gibt es etwas, das das Haus speziell f\u00fcr den Demenzbereich anbietet?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Haus macht regelm\u00e4\u00dfig Fortbildungen, die speziell auf Demenz ausgerichtet sind. Wir haben j\u00e4hrlich Schulungen, um unser Wissen zu erweitern und auf dem neuesten Stand zu bleiben. Das ist besonders wichtig, da der Umgang mit Menschen, die an Demenz leiden, sich st\u00e4ndig weiterentwickelt. Die Fortbildungen helfen uns, besser auf die Bed\u00fcrfnisse der Bewohner*innen einzugehen und auch neue Wege in der Betreuung zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Gab es f\u00fcr dich einen Moment, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist \u2013 etwas, das dir das Gef\u00fchl gibt, dass du in diesem Beruf genau richtig bist?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da gab es schon viele Momente. Besonders erinnere ich mich an eine Zeit rund um Weihnachten, als wir unsere Arbeit mit einem sehr d\u00fcnnen Personalaufgebot stemmen mussten. Die Stimmung war trotzdem sehr gut. Alle haben einander unterst\u00fctzt und haben zusammengehalten. Es war einfach sch\u00f6n zu sehen, wie alle zusammengearbeitet haben, um den Bewohner*innen eine sch\u00f6ne Zeit zu bereiten. Auch wenn es anstrengend war, hat es uns allen gezeigt, wie stark wir als Team sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein anderes Beispiel ist, als eine Bewohnerin mich nach einer l\u00e4ngeren Krankheit pl\u00f6tzlich mit meinem Namen ansprach, obwohl sie sonst viele Dinge vergisst. Solche Momente sind so wertvoll und geben einem das Gef\u00fchl, dass die Arbeit, die man leistet, einen echten Unterschied macht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Das klingt nach einer sehr erf\u00fcllenden Arbeit. Wenn du deinen Arbeitsalltag in drei Worten beschreiben m\u00fcsstest, welche w\u00e4ren das?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ist eine schwierige Frage, aber ich w\u00fcrde sagen: flexibel, spannend und herzerw\u00e4rmend. Kein Tag ist wie der andere, und man muss immer bereit sein, sich auf neue Situationen einzustellen. Aber genau das macht den Job spannend und interessant.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Beruf nicht nur viel Einsatz, sondern auch emotionale St\u00e4rke erfordert. Gibt es da Momente, die besonders herausfordernd sind?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, besonders der Umgang mit dem Tod der Bewohner ist immer eine Herausforderung. Es ist traurig, wenn man jemanden verliert, mit dem man \u00fcber l\u00e4ngere Zeit zusammengearbeitet hat. Aber es ist auch ein Teil des Lebens, und gerade in der Pflege hat man oft mit dem Tod zu tun. Die Angeh\u00f6rigen zu unterst\u00fctzen und ihnen in diesen schweren Momenten beizustehen, ist ebenfalls Teil der Arbeit, der einen emotional sehr ber\u00fchrt. Die Dankbarkeit der Angeh\u00f6rigen hilft da sehr &#8211; ein paar liebe Worte einfach und das man sieht, dass die Arbeit dann auch gesehen wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rebecca<\/strong>, vielen Dank f\u00fcr deine ehrlichen und aufschlussreichen Antworten. Es ist beeindruckend, wie sehr du dich f\u00fcr deine Arbeit und deine Bewohner*innen einsetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"900\" data-id=\"1924\" src=\"https:\/\/kessler-handorn.de\/karriere\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_2073.jpeg\" alt=\"Rebecca_Team\" class=\"wp-image-1924\" srcset=\"https:\/\/kessler-handorn.de\/karriere\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_2073.jpeg 1200w, https:\/\/kessler-handorn.de\/karriere\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_2073-700x525.jpeg 700w, https:\/\/kessler-handorn.de\/karriere\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_2073-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/kessler-handorn.de\/karriere\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_2073-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kessler-Handorn Mitarbeiter*innen absolvieren Kin\u00e4sthetik Kurse.<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":1921,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_seopress_titles_title":"Mitarbeiter-Interview mit Rebecca Stenzhorn","_seopress_titles_desc":"Kein Tag ist wie der Andere - und das ist auch das, was unsere Kollegin an der Arbeit mit dementiell erkrankten Menschen am meisten fasziniert.","_seopress_robots_index":"","_seopress_robots_follow":"","_seopress_robots_imageindex":"","_seopress_robots_snippet":"","_seopress_robots_primary_cat":"none","_seopress_robots_breadcrumbs":"","_seopress_robots_freeze_modified_date":"","_seopress_robots_custom_modified_date":"","_seopress_robots_canonical":"","_seopress_social_fb_title":"","_seopress_social_fb_desc":"","_seopress_social_fb_img":"","_seopress_social_fb_img_attachment_id":0,"_seopress_social_fb_img_width":0,"_seopress_social_fb_img_height":0,"_seopress_social_twitter_title":"","_seopress_social_twitter_desc":"","_seopress_social_twitter_img":"","_seopress_social_twitter_img_attachment_id":0,"_seopress_social_twitter_img_width":0,"_seopress_social_twitter_img_height":0,"_seopress_redirections_value":"","_seopress_redirections_enabled":"","_seopress_redirections_enabled_regex":"","_seopress_redirections_logged_status":"both","_seopress_redirections_param":"","_seopress_redirections_type":301,"_seopress_analysis_target_kw":"","_seopress_news_disabled":"","_seopress_video_disabled":"","_seopress_video":[],"_seopress_pro_schemas_manual":[],"_seopress_pro_rich_snippets_disable_all":"","_seopress_pro_rich_snippets_disable":[],"_seopress_pro_schemas":[],"pgc_sgb_lightbox_settings":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":{"0":"post-1916","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-mitarbeiter-news"},"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kessler-handorn.de\/karriere\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1916","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kessler-handorn.de\/karriere\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kessler-handorn.de\/karriere\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kessler-handorn.de\/karriere\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kessler-handorn.de\/karriere\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1916"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/kessler-handorn.de\/karriere\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1916\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1927,"href":"https:\/\/kessler-handorn.de\/karriere\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1916\/revisions\/1927"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kessler-handorn.de\/karriere\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1921"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kessler-handorn.de\/karriere\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1916"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kessler-handorn.de\/karriere\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1916"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kessler-handorn.de\/karriere\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1916"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}