Jeder Werdegang unserer Kolleg*innen bei Kessler-Handorn ist auf seine eigene Art und Weise einzigartig und spannend. So auch jener unserer Qualitätsbeauftragten Tahnee Broschart.
In der April-Ausgabe der Fachzeitschrift „Altenpflege“ wurde deshalb in der Rubrik „Ansichtssache“, wo es um Aufstiegschancen in der Altenpflege geht, über unsere Frau Broschart berichtet.
Von der Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin zur Qualitätsbeauftragten
Ihren beruflichen Weg startete Frau Broschart mit dem ausbildungsintegrierten Studiengang B.Sc. Pflege an der HTW in Saarbrücken. Dort schloss sie ihr Studium mit allen drei Ausbildungsabschlüssen (Gesundheits- und Krankenpflegerin, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin und Altenpflegerin) und dem akademischen Grad „Bachelor of Science“ ab und arbeitete anschließend zunächst als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin auf der Kinderintensivstation des Westpfalzklinikums in Kaiserslautern. Heute leitet sie seit fast 6 Jahren unser Qualitätsmanagement im Wohn- und Pflegeheim Kessler-Handorn.
Zu Beginn ihrer Tätigkeit bei Kessler-Handorn arbeitete sie auf dem gerontopsychiatrischen Wohnbereich und in der Dauernachtwache im Wohn- und Pflegeheim. Zunächst war Frau Broschart im Schichtdienst als Pflegefachkraft eingesetzt und arbeitete nur mit 20% ihrer Stelle im Qualitätsmanagement. Eine Stelle, welche damals neu geschaffen und mit ihr aufgebaut wurde – auch um den heutigen Anforderungen an die Qualität in der Pflege gerecht zu werden. Mittlerweile ist sie mit 100% als Qualitätsbeauftragte für Sozial-, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen im Qualitätsmanagement in unserem Wohn- und Pflegeheim tätig.
Rollenkonflikte auf dem Weg zur Qualitätsbeauftragten
Der anfängliche Rollenkonflikt zwischen Fachkraft und Qualitätsbeauftragter machte Frau Broschart zunächst zu schaffen. Auf der einen Seite wollte sie als Fachkraft zum Pflegeteam gehören und war dort ihrer Wohnbereichsleitung unterstellt und auf der anderen Seite war sie im Qualitätsmanagement an die Einrichtungs- und Pflegedienstleitung angesiedelt.
Dadurch musste sie sich das Vertrauen ihrer Kolleg*innen zunächst erarbeiten, um mögliche Skepsis abzulegen. Diesem Prozess hat sich Frau Broschart gestellt und ihn gemeistert. Heute kommen die Kolleg*innen gerne jederzeit auf Sie zu und sprechen offen mit ihr über alle anfallenden Themen und holen sich bei ihr Rat.
Doch was genau macht das Qualitätsmanagement in der Pflege aus?
Die Arbeit im Qualitätsmanagement ist sehr vielseitig und abwechslungsreich. Die Hauptaufgabe liegt darin, effiziente Strukturen für Arbeitsprozesse und -abläufe zu entwickeln. Hier kommt Frau Broschart ihre Zeit auf dem Wohnbereich zugute, denn sie kommt von der Basis und kennt die Abläufe aus eigener Erfahrung.
Ein bewährtes Mittel ihrer täglichen Arbeit sind unter anderem Checklisten, Standards und Verfahrens-/Dienstanweisungen. Hiermit geht Frau Broschart systematisch die Punkte an, erkennt Schwachstellen, prüft und beseitigt jene, sodass ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess gewährleistet ist. Mindestens einmal im Jahr erfolgt eine Qualitätsprüfung unserer Einrichtung durch den Medizinischen Dienst.
Aber wie überall gibt es auch im Qualitätsmanagement viele Herausforderungen, welchen es sich zu stellen gilt. Die größte Herausforderung liegt laut Frau Broschart vor allem im nachhaltigen Umsetzen von Vorgaben und Prozessen, damit die Qualität langfristig optimiert werden kann.
Die größte Herausforderung ist für Frau Broschart auch gleichzeitig der größte Erfolg, nämlich wenn die Prozesse von den Mitarbeiter*innen angenommen und nachhaltig umgesetzt werden.