Zweimal Fell, viermal Hufe und jede Menge Lachen: In den letzten Wochen hatte unser Wohn- und Pflegeheim in der Schumannstraße in Kaiserslautern gleich zweimal tierischen Besuch.
Erst stolzierten zwei Alpakas durch Garten, Flure und Zimmer, kurz darauf eroberten zwei junge Zwergziegen die Herzen unserer Bewohnerinnen und Bewohner – und nebenbei auch unsere Gartenbeete.
Alpakas auf Hausbesuch
Den Anfang machten zwei Alpakas – eins pechschwarz, eins cremeweiß, beide mit den typischen Wuschelfrisuren und einer Engelsgeduld. Im Garten durften sie ausgiebig gestreichelt und bewundert werden. Schnell war klar: So weiches Fell fühlt man nicht alle Tage.
Das Besondere: Die Alpakas blieben nicht draußen. Ganz selbstverständlich fuhren sie mit ihren Begleitern im Aufzug durchs Haus – ein Anblick, der selbst geübte Mitarbeitende kurz innehalten ließ. So konnten sie auch die Bewohnerinnen und Bewohner besuchen, die ihr Zimmer oder ihr Bett nicht verlassen können. Ein Alpaka-Kopf am Bettrand, eine Hand im weichen Fell, ein Lächeln, das lange bleibt: Genau diese Momente sind es, die solche Besuche so wertvoll machen.
Zwergziegen: klein, frech und sofort verliebt
Wenige Wochen später kam die nächste Delegation: zwei Zwergziegen, gerade einmal sechs Monate alt. Im Gemeinschaftsraum wurde aus dem gemütlichen Beisammensein im Handumdrehen eine Kuschelrunde. Die Ziegen ließen sich auf dem Arm durch die Reihen tragen, kraulen und bestaunen – und zeigten reges Interesse am Frühstückstisch. Selten war ein Marmeladenbrot so begehrt.
Anschließend ging es in den Garten. Dort machten sich die beiden mit großem Eifer über Efeu, Sträucher und Herbstlaub her. Unsere Haustechnik war begeistert von so viel tatkräftiger Unterstützung bei der Gartenpflege. Das Fazit der Kollegen: Die beiden werden als Praktikanten eingestellt. Arbeitszeiten nach Absprache, Verpflegung inklusive.
Warum Tierbesuche so guttun
Tiere begegnen Menschen ohne Erwartungen. Sie fragen nicht nach Alter oder Diagnose – sie wollen einfach gestreichelt werden. Bei vielen unserer Bewohnerinnen und Bewohner weckt das Erinnerungen an früher: an den Hof der Eltern, an eigene Haustiere, an Spaziergänge übers Land.
Wir haben erlebt, wie Menschen ins Erzählen kamen, die sonst eher still sind. Wie Hände ganz von selbst nach dem Fell griffen. Und wie aus einem ganz normalen Vormittag ein Tag wurde, über den noch lange gesprochen wird.
Danke für so viel Herz (und Fell)
Ein herzliches Dankeschön an die Tierhalterinnen und Tierhalter, die sich die Zeit genommen und ihre Tiere so liebevoll begleitet haben. Und danke an unser Team, das solche Tage mit viel Organisation und Begeisterung möglich macht. Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen – unsere neuen Praktikanten haben im Garten schließlich noch einiges zu tun.