ADAPT: Frühzeitig handeln gegen Überhitzung in Innenräumen

Ein angenehmes Wohn- und Arbeitsklima ist ein wichtiger Wohlfühlfaktor. Es beeinflusst, wie konzentriert, gesund und leistungsfähig wir uns im Alltag fühlen. Angesichts zunehmender Hitzetage und längerer Wärmeperioden möchten wir frühzeitig vorsorgen, um unsere Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen bestmöglich zu schützen.

Als unser Gesundheitsmanager von dem Projekt erfuhr, war er daher sofort begeistert. Denn wir möchten besser verstehen, wie sich unsere Räume bei hohen Temperaturen verhalten und wie wir frühzeitig gegensteuern können.

Die ADAPT App auf dem Handy
Bedienung der ADAPT-App
Das ADAPT Messgerät
Das Messgerät wird an festgelegten Punkten in den Innenräumen aufgestellt.

Deshalb nehmen wir am Forschungsprojekt ADAPT teil. ADAPT beschäftigt sich mit der Frage, wie Gebäude besser an die Folgen des Klimawandels angepasst werden können – insbesondere an Überhitzung und Hitzestress in Innenräumen.

Im Rahmen des Projekts wurde in unserem Wohn- und Pflegeheim in der Schumannstraße ein Monitoring- und Warnsystem für Überhitzungsrisiken installiert. Es erfasst wichtige Raumklimadaten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftgeschwindigkeit und Strahlungstemperatur. So entsteht ein genaueres Bild davon, wann Räume kritisch warm werden und welche Maßnahmen helfen können.

Das Ziel ist nicht nur, Messwerte zu sammeln. Die Daten sollen dabei unterstützen, rechtzeitig zu reagieren – zum Beispiel durch angepasstes Lüften, Sonnenschutz oder organisatorische Maßnahmen während Hitzeperioden. So wird aus Forschung ein praktischer Beitrag zu mehr Komfort, Gesundheit und Sicherheit im Alltag. Die Bedienung erfolgt über eine einfache App auf dem Handy.

Besonders freuen wir uns über die Zusammenarbeit mit dem engagierten Team der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU), das die Entwicklung und Umsetzung des bei uns installierten Monitoring- und Warnsystems begleitet. Unser herzlicher Dank gilt:

  • Prof. Dr.-Ing. Sabine Hoffmann
  • Dr. Mônica Martins Pinto
  • Joel Agustin Sanchez
  • Miguel Alejandro Martínez Ayala
Einrichtung des ADAPT Messgeräts
Frau Pinto und Herr Sanchez richten das Messegeräts ein.
Das Kessler-Handorn ADAPT Projektteam
Das Projektteam von Kessler-Handorn (v.l.): Joel Agustin Sanchez, Dr. Mônica Martins Pinto, Patrick Buchberger (Einrichtungsleiter), Jannik Groh (Gesundheitsmanager)

Durch ihre fachliche Expertise, ihr Engagement und die enge Begleitung vor Ort wird das Projekt für uns greifbar und praxisnah.

Mit unserer Teilnahme an ADAPT möchten wir einen Beitrag dazu leisten, Innenräume zukunftsfähig zu gestalten und auf die klimatischen Herausforderungen der kommenden Jahre vorbereitet zu sein. Klimaanpassung beginnt dort, wo Menschen leben, arbeiten und sich täglich aufhalten – und genau hier setzt ADAPT an.

Über das Projekt ADAPT

ADAPT steht für „Überhitzung und Hitzestress – Abminderungs- und Anpassungsstrategien“. Das Projekt ist Teil des Interreg-Programms der Großregion und bringt Partnerinnen und Partner aus Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg zusammen.

Ziel des internationalen Projekts ist es, Strategien zur Verringerung von Überhitzung und Hitzestress zu entwickeln und diese in der Praxis zu erproben. Dazu gehören technische Lösungen wie Monitoring- und Warnsysteme ebenso wie Sensibilisierung, Wissenstransfer und konkrete Empfehlungen für den Umgang mit zunehmender Hitze in Gebäuden.

Offizielle Websites des Projekts

Das offizielle ADAPT Interreg Logo

 

Das Kessler-Handorn ADAPT Projektteam